Die nächste Havarie

Nach dem Wassereinbruch vom Sturm Anfang Oktober 2017 durch den vollgelaufenen Lichtschacht im Keller gab es nun leider den nächsten Wassereinbruch. Diesmal kam das Wasser durch die Deckendurchbrüche im Dach.

Als ich am Montag Abend nach der Arbeit vor dem Feiertag nochmal die Fortschritte begutachten wollte, wunderte ich mich, warum es im Erdgeschoss zwei nasse Flecken gab. Also begab ich mich auf die Suche und stellte fest, dass das Wasser aus den Durchbrüchen im Dach kam. Das Bad im OG war fast komplett nass und auch im Flur im OG war eine Wasserlache. Teilweise ist das Wasser auch in die bereits mit Fußbodendämmung versehenen Räume gelaufen, wo ich dann die Dämmung erstmal wieder entfernt habe. Als ich anschließend in den Keller bin, gab es den nächsten Schock: Das Wasser ist den gesamten Abwasserschacht nach unten in den HWR gelaufen, wo fast im gesamten Raum ein paar Millimeter das Wasser stand. Also hab ich mit einer Taschenlampe und ein paar Tüchern das Wasser in Eimer bewegt. Gute 50 Liter habe ich aus dem Haus getragen in fast zwei Stunden „aufwischen“. Ich habe dann aus Eimern eine Konstruktion gebaut, sodass das Wasser möglichst in die Eimer tropft und nicht weiter auf den Boden.
Am Feiertag sind wir nochmal nach Eiche gefahren, um das Ausmaß nochmal bei Tageslicht zu begutachten (eigentlich hatten wir etwas Anderes vor). Meine „Eimerkonstruktion“ hat recht gut das neue Wasser aufgefangen. Es waren nochmal knapp 20 Liter über Nacht in die Eimer getropft. Auf dem Dach musste ich dann feststellen, dass wie beim Sturm Anfang Oktober die Dämmung inkl. Dachpappe vom neuen Sturm letzten Sonntag umgeklappt wurde, sodass das Wasser dahinter gelaufen ist. Allerdings hätte es trotzdem aufgrund der unteren Dampfsperre nicht durchlaufen dürfen. Also entweder ist das Wasser noch unter die unterste Dampfsperre gelaufen oder es ist etwas undicht bei den Deckendurchbrüchen. Das Dach habe ich provisorisch erstmal wieder „repariert“, indem ich die lose Dachpappe wieder umgeklappt und mit Dachpapperollen beschwert habe. Ich habe auch nochmal das neue Wasser vom Boden im Haus aufgewischt und meine „Eimerkonstruktion“ verfeinert.
Am Mittwoch hat die HLS-Firma also mit dem Verlegen der Fußbodendämmung aufgehört, da der Fußboden erstmal trocken werden muss. Es wurde ein Luftentfeuchter und ein Lüfter aufgebaut zum Trocknen. Am Abend war ich nochmal mit Baubetreuer, Bauleiter und Chef der HLS-Firma vor Ort, um noch mehrere unklare Dinge zu besprechen. Auf dem halben Weg nach Hause ist mir dann eingefallen, dass ich vergessen habe, einen Eimer wieder hinzustellen. Also nochmal zurück und den Eimer hingestellt. Da es dann die gesamte Nacht geregnet hat, war es eine gute Entscheidung umzukehren, denn am nächsten Morgen war der Eimer wieder recht voll.
Donnerstag kam dann eine Firma, die auf die Trocknung von Dächern spezialisiert ist. Der Mitarbeiter war aber der Meinung, dass Trocknen nichts bringt, solange das Dach nicht repariert ist, da so ja immer neues Wasser nachläuft. Trotzdem wurden dann Trockner auf dem Dach installiert, die jetzt erstmal 24 Stunden laufen. Das Dach bleibt weiterhin defekt.

Warum hier nach der Beschädigung durch den Sturm Anfang Oktober nun so lange mit der Reparatur des Daches gewartet wurde, weiß wohl nur Meister Bau Teltow GmbH. Das ist für uns völlig unklar. Bereits kurz nach dem Sturmschaden hat es schon durch einen Durchbruch getropft. Auch unser Baubetreuer hat in der Zwischenstand mehrfach darauf hingewiesen, dass man das Dach doch schnellstmöglich reparieren muss. Und warum das Dach dann nicht gleich in der letzten Woche nach dem erneuten Schaden repariert wurde, ist auch unklar. Zumindest am Freitag war es trocken und eine Reparatur wäre möglich gewesen. Nun wird wieder bis kommenden Dienstag gewartet, in der Zwischenzeit kann es nun erneut reinregnen. Es läuft hier augenscheinlich gewaltig etwas schief bei Meister Bau Teltow GmbH in der gesamten Planung.

Was wir jetzt auf jeden Fall erfahren wollen ist die Ursache des Wassereinbruchs. Wir haben so das Gefühl, dass aktuell niemand genau weiß, wo das Wasser genau durchgelaufen ist. Ein mulmiges Gefühl wird hier definitiv bleiben.

Aber es gab auch ein paar Fortschritte:

  • Die HLS-Installateure haben weiter ihre Rohre verlegt. Auch unser Problem mit den Vorwandelementen, die zu weit vorne standen, hat sich am Mittwoch bei einem Gespräch auf der Baustelle mit dem Chef der HLS-Firma geklärt. Es wurde alles nochmal 5cm weiter nach hinten gesetzt. Es geht also doch, wenn man will… Die Rohinstallation Sanitär ist nun schon nahezu fertig.
  • Zudem wurde weiter an der Fassade gearbeitet. Armierung wurde nun schon an der meisten Dämmung verlegt und verputzt. Zudem wurden am Freitag bereits zwei Hausseiten mit Putz versehen.
  • Die Fußbodendämmung wurde an der nassen Stelle im Keller wieder entfernt. Allerdings wurde hier die Bitumenbahn noch nicht zum Trocknen umgeklappt. Es kommt immer noch Feuchtigkeit vom ersten Wassereinbruch darunter zum Vorschein. Hier verstehe ich auch nicht, warum man nicht einfach die Bahn hochklappt und das Ganze dann ein paar Tage trocknen lässt. Die Stelle soll nun am Dienstag begutachtet werden, d.h. hier geht wieder Zeit verloren, sodass die Fußbodendämmung warten muss.

Leider gibt es auch immer noch nichts neues von den Kernbohrungen, die für die Installation der Hauseinführungen noch gemacht werden müssen. Hier warten wir bereits seit dem 26.09.2017 auf eine Angebot von Meister Bau Teltow GmbH. Langsam werden wir hier wirklich unruhig. Wir befürchten schon, dass Mitte November dann die Firmen für die Hauseinführungen anrücken aber keine Kernbohrung vorhanden ist.

Wie geht es weiter? Nächste Woche sollen die Lichtschächte hochgesetzt werden. Außerdem soll am Dienstag endlich der Dachdecker kommen um das Dach zu reparieren. Heute war die Feuchtigkeit schon recht gut getrocknet, sodass nächste Woche hoffentlich auch die Fußbodendämmung inkl. Heizschleifen weiter verlegt werden kann, sodass vielleicht Ende der Woche der Estrich verlegt werden kann. Die Arbeiten am Außenputz werden nach der Reparatur des Dachen wohl auch fortgesetzt.

Ein Gedanke zu „Die nächste Havarie

  1. Ein undichtes Dach ist beileibe nichts, was man gerne hat. Ich halte euch die Daumen, dass Meister Bau hier demnächst mal den Daumen aus dem P. zieht und den Schaden beseitigt.
    Irgendwie ist das aber auch wieder, im wahrsten Sinne des Wortes: Wasser auf die Mühlen der Flachdachverteufler.
    Ein Flachdach sieht toll aus, ist wohl nur auf Dauer schwer dicht zu halten. Tragisch, dass es bisher noch nicht dicht ist, obwohl im Haus bereits mit dem Innenausbau begonnen wurde.

    Beste Grüße
    John

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