Richtfest und kaum Fortschritte

Eins vorweg: Großartige Fortschritte auf der Baustelle gab es in den letzten drei Wochen nicht, aber es ist dennoch Einiges drumherum passiert. Zudem hatten wir in der letzten Woche noch ein gelungenes Richtfest.

Aber erstmal der Reihe nach: Am Mittwoch vor zwei Wochen (04.10.2017) gab es das Treffen mit dem Fassadenbauer auf der Baustelle, wo auch nochmal über das Versetzen der Lichtschächte gesprochen werden sollte. Ich hatte hier ja schon Befürchtungen, dass die Diskussion hier erneut beginnt. Aber es wurde nur nochmal ein Vorschlag für eine alternative Gartengestaltung gemacht, die sich allerdings mit unseren schon recht konkreten Planungen nicht vereinbaren ließ. Somit ist das Thema der Lichtschächte nun (hoffentlich) endgültig geklärt und sie werden alle hochgesetzt. Der Fassadenbauer war bei dem Treffen von der Komplexität der noch zu verrichtenden Arbeiten überrascht. Bis zu meinem letzten Besuch auf der Baustelle am letzten Donnerstag (19.10.2017) ist auch bisher nichts weiter an der Fassade passiert.

Am nächsten Tag (05.10.2017) gab es dann einen größeren Schock für uns: Es kam eine Mail von Meister Bau Teltow GmbH, in der uns mitgeteilt wurde, dass für die Estrichtrocknung voraussichtlich Kosten in Höhe von 2400€ anfallen werden, die wir tragen müssen. Da die Wärmepumpe noch nicht eingebaut ist und auch angeblich dafür nicht genug Leistung hat, müssen elektrische Trockner aufgestellt werden, wofür wir dann die Stromkosten übernehmen müssen. Die Nachricht kam genau während des Sturms zum perfekten Zeitpunkt. Der sowieso schon chaotische Abend war natürlich gelaufen… Daraufhin haben wir uns nochmal durch den Vertrag gekämpft: In der Bau- und Leistungsbeschreibung (BLB) steht zum einen zwar drin, dass die Bauherren für die Estrichtrocknung verantwortlich sind, aber es steht auch in den vertraglichen Ergänzungen zur BLB geschrieben, dass Meister Bau Teltow GmbH den Baustrom bezahlt. Für uns war das also insgesamt nicht ganz eindeutig, wer hier die Kosten trägt. Zudem wurde dieser Kostenpunkt nie erwähnt, und das obwohl Meister Bau Teltow GmbH ja immer davon spricht, dass man doch als Bauherr bei Meister Bau Teltow GmbH „Planungssicherheit“ hat. In einem Beiblatt zum Vertrag mit allen anfallenden Nebenkosten stand dieser Kostenpunkt natürlich auch nicht mit drauf. Eine Diskussion mit dem Geschäftsführer brachte hier recht wenig: Er war der Meinung, dass der Vertrag bzw. die BLB eindeutig ist. Und dass dieser Kostenpunkt trotz versprochener Preissicherheit nicht erwähnt wurde, fand er auch in Ordnung, wir hätten dies ja aufgrund der Passage in der BLB wissen müssen. Somit war er auch nicht mit einer Kostenteilung einverstanden. Letztendlich haben wir uns hier aber dennoch letzte Woche geeinigt in Verbindung mit der Entschädigung für die Verzögerungen. Wir hatten jetzt nicht auch noch die Nerven, einen Anwalt einzuschalten.

Am Freitag nach dem Sturm (06.10.2017) war ich dann natürlich gespannt, ob auf der Baustelle alles ganz geblieben ist. Dies war leider nicht ganz der Fall. Da die Attika noch nicht fertiggestellt war und an der Außenseite noch etwas Dämmung fehlte, konnte der Wind gut unter die oben aufgelegte Dämmung gelangen und hat somit einen Teil der Dämmung auf der Attika gelöst. Die einzelnen Teile der Dämmung wurden mir von einigen Nachbarn zurückgebracht. Ebenso haben sich einige Stangen vom Gerüst verselbständigt. Hier wurde zum Glück niemand verletzt und auch sonst wurde dadurch nichts beschädigt. Einen etwas größeren Schaden gab es aber dennoch: Durch den Regen ist leider ein Lichtschacht vollgelaufen und das Wasser ist in den Keller gelaufen. Es war zwar nicht sehr viel, aber musste dennoch entfernt werden. Ich habe mit meinem Kollegen Eldo das Wasser aus dem Keller in Eimer abgeschöpft. Anschließend haben wir den Rest mit Laken und Lappen aufgewischt. Die drei Lichtschächte habe ich mit Eimer und Regenschirm (zum Aufhängen des Eimers) leergeschöpft. Im Dunkeln war das alles ziemlich schwierig, aber am Ende des Abends waren dann die Lichtschächte und auch der Keller leer. Allerdings ist immer noch etwas Feuchtigkeit im Keller vorhanden, denn das Wasser ist unter die Abdeckung der Bodenplatte gelaufen. Hier habe ich Meister Bau Teltow GmbH gebeten, die Abdeckung nochmal etwas zu öffnen, damit das Wasser abtrocknen kann. Anschließend tropfte in den folgenden Tagen noch Wasser aus einem Dachdurchbruch für die Entlüftung im Bad. Es wird vermutet, dass das Wasser seitlich der Attika durch die umgeklappte Dachpappe reingelaufen ist. Es soll aber vom Dachdecker nochmal kontrolliert werden, wo das Wasser wirklich her kam und ob alles dicht ist. Insgesamt kann man aber sagen, dass sich der Schaden durch den Sturm in Grenzen hielt.

In der vergangenen Woche am Donnerstag (12.10.2017) gab es eine Anlaufbesprechung mit dem HLS-Installateur, wo die endgültigen Positionen der Objekte abgestimmt wurden. Es sollten nun auch noch die möglicherweise angebohrten Lüftungsleitungen mit einer Kamera untersucht werden, damit wir hier ein besseres Gefühl haben. Leider ist anschließend nicht mehr viel passiert, es wurde bis zum Donnerstag (19.10.2017) nur ein kleiner Teil der Arbeiten verrichtet.

Am letzten Dienstag (17.10.2017) fand unser „Richtfest“ statt. Wir hatten den Termin noch recht kurzfristig vereinbart, damit es zum Abend hin noch recht lange hell war, denn nach der Zeitumstellung wäre es dann ungünstig gewesen. Die Feier war in unseren Augen sehr gelungen. Wir haben einige neue Nachbarn, Freunde und Familie eingeladen.  Meister Bau Teltow GmbH hat den Richtkranz, die Sitzmöglichkeiten und das Essen zur Verfügung gestellt und gegrillt wurde ebenfalls. Wir waren nur noch für die Deko und die Getränke zuständig. Es hat alles prima geklappt. Vielen Dank nochmal an Meister Bau Teltow GmbH.

Am Tag nach dem Richtfest habe ich mal wieder zusammen mit meinem Kollegen Eldo eine Eigenleistung erbracht: Wir haben die Einbaugehäuse für unsere Spots unter dem Balkon installiert. Dafür, dass es am Ende schon fast dunkel war, kann sich die Arbeit meiner Meinung nach sehen lassen.

Wie wird es nun weiter gehen? Auf dem Richtfest stand der 03.11.2017 bzw. der 06.11.2017  für die Installation des Estrichs im Raum. Ich halte den Termin für sehr sportlich, denn dann müsste der HLS-Installateur jetzt langsam mal richtig anfangen. Und einen Brückentag gibt es in der Zwischenzeit auch noch. Die Fassade und das Dach sollen ebenfalls in der nächsten Woche fortgesetzt werden. Für Mitte November haben wir Termine für die Hauseinführungen vereinbart, bis dahin sollten dann die Kernbohrungen gemacht werden. Wir sind gespannt, ob es dann nächste Woche wirklich endlich richtig losgeht.

2 Gedanken zu „Richtfest und kaum Fortschritte

  1. Hallo ihr Zwei,

    seit Monaten verfolge ich mit großem Interesse eueren Baublog und bin gespannt auf jeden neuen Beitrag. Mein Partner und ich werden auch ein Haus mit Meister Bau bauen. Wir stehen kurz vor unserem Bauantrag. Heute haben wir es mal geschafft, uns euer Schmuckstück in echt mal anzuschauen, leider wart ihr nicht da 😉 wenn es dann mal irgendwann fertig ist, wird es ein wahres Traumhaus werden! Euern gigantischen Sandberg konnten wir auch von der Straße aus bestaunen (wirklich riesig) 🙂 wir drücken euch ganz doll die Daumen das alles gut wird und hoffen nur auf das Beste bei unserem Projekt.

    Liebe Grüße Diana

    1. Hi,

      wir hoffen auch, dass es bald unser Traumhaus ist. Aber bis dahin werden mir wohl noch einige graue Haare wachsen…
      Ich wünsche Euch jedenfalls viel Erfolg bei Eurem Projekt und vor allem starke Nerven! Aber vielleicht läuft es ja besser als bei uns…
      LG
      Benny

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